Wer sind wir?





Wir sind eine dezentral organisierte Bewegung ohne hierarchische Strukturen. Eine Idee eint jedoch unsere Projektgruppen weltweit: Wir wollen diesen Planeten auch für künftige Generationen als bewohnbaren Lebensraum erhalten.
Die derzeitigen Strukturen, die durch die Interessen von Wirtschaft und Politik bestimmt werden, sind leider nicht auf Nachhaltigkeit und den Menschen ausgerichtet, sondern auf kurzfristige Gewinnmaximierung. Dass unsere Gesellschaft damit den Ast absägt, auf dem wir alle sitzen, rückt zwar immer mehr ins öffentliche Bewusstsein, allerdings besteht weithin die Meinung, dies alles sei "alternativlos".
Dies ist ein Irrglaube, denn jeder Einzelne, der zum Umdenken bereit ist, kann daran etwas ändern. Die Zeitgeist Bewegung bietet eine Plattform zum Austausch, zur Entwicklung und zur Zusammenführung alternativer Ideen und Projekte. Im Fokus stehen Nachhaltigkeit, sozialer Wandel, ökologische Aspekte und die Optimierung der weltweiten Ressourcengewinnung und -verteilung, mit der sich Hunger und Armut bekämpfen ließe.
Wir unterscheiden nicht zwischen Nationen, Regierungen, ethnischen Gruppen, Religionen oder sozialen Klassen. Wir stammen aus allen Berufsgruppen und Gesellschaftsschichten, und treten auf ehrenamtlicher Basis für eine bessere Welt ein. Im Dienste von Heute, Morgen und Übermorgen.
Projektgruppen (international: "Chapter") der Zeitgeist Bewegung existieren mittlerweile in den meisten Ländern dieser Welt. Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, gemeinsam an Projekten zu arbeiten, die unsere Versorgung und ein friedliches Miteinander für die Zukunft sicherstellen sollen.
Zukunft ist, was DU daraus machst.

Venus Projekt der Film





Dies ist ein 48 minütiger Dokumentarfilm

der in das Konzept des Venus Projekts einführt. Es handelt es sich hierbei noch NICHT um den geplanten abendfüllenden Spielfilm, den Das Venus Projekt produzieren wird.
Diese Dokumentation zeigt detailliert die tatsächlichen Ursachen der systemischen Werteverzerrungen und der schädlichen Symptome, die durch das etablierte System, in dem wir heute leben, hervorgerufen werden. Gleichzeitig tritt sie für eine Alternative, ein sozio-ökonomisches System ein, das auf dem Stand unseres heutigen Wissens und der lebenslangen Arbeit des Architekten gesellschaftlicher Strukturen, des Futuristen, Erfinders und Industrieingenieurs Jacque Fresco beruht. Dieser prägte für dieses Konzept den Begriff "Ressourcenbasierte Wirtschaft".
„Paradies oder Vergessenheit“ betont die Notwendigkeit, den veralteten und ineffizienten Methoden von Politik, Gesetzen, Wirtschaft und anderen etablierten Formen sozialer Interaktion zu entwachsen. Dabei sollen die Methoden der Wissenschaft zusammen mit den fortschrittlichsten Technologien genutzt werden, um die Bedürfnisse wirklich aller Menschen unserer Erde zu decken. Handlungsspielräume basieren weder auf den Meinungen der politischen oder finanziellen Elite, noch auf einer illusorischen Demokratie, sondern auf dem Erhalt des dynamischen Gleichgewichtes unseres Planeten, der in Wirklichkeit eine Welt des Überflusses für alle sein kann.
Interviews mit Jacque Fresco und Roxanne Meadows machen den Zuschauer mit einem angemesseneren Wertesystem, das für solch einen fürsorglichen, ganzheitlichen und gesamtzivilisatorischen Ansatz notwendig ist, bekannt. Dabei haben Rückblenden in ein engagiertes Interview aus der „Larry King Show“ von 1974 eine berührende Aktualität. Schließlich zeigen kommentierte Animationen wie diese weder auf Geld, Verknappung oder Kontrolle basierende Welt aussehen könnte.
Wir ermutigen Sie ausdrücklich, diesen Film und damit Das Venus Projekt in Ihrem Umfeld bekannt zu machen. Nur wenn Sie etwas tun kann sich etwas ändern!

Kritik an der Zeitgeistbewegung

Wenn man Kritiker der Zeitgeistbewegung hört oder deren Postings liest kommen immer wieder die selben falschen Argumente. Kritik ist generell erwünscht, jedoch müssen wir diverse Behauptungen klar stellen, die einfach falsch sind.

1. Die Zeitgeistbewegung wird finanziert von ......
Das ist Falsch, denn die Zeitgeistbewegung arbeitet dezentral nimmt keinerlei Spenden an und wird von absolut niemanden finanziert.

2. Die Zeitgeistbewegung ist eine Sekte oder Religion
Das ist falsch, denn es sind alle Menschen bei uns willkommen egal welchen Glauben Sie haben. Sie brauchen in die Zeitgeistbewegung weder eintreten noch austreten. Keiner verlangt eine Gebühr oder Geld-Beitrag. Wenn Sie mitmachen wollen sind Sie willkommen. Wenn Sie keine Zeit oder Lust mehr haben ist das auch völlig in Ordnung und hat keinerlei Konsequenzen oder Auswirkungen.

3. Die Zeitgeistbewegung will den Kommunismus
Das ist falsch. Die Zeitgeistbewegung möchte eine Wirtschaftsform ohne Geld und Eigentum. Der Kommunismus benötigt aber, wie der Kapitalismus auch, sowohl Geld als auch Eigentum. Deswegen kann man die RBE absolut nicht mit irgendeinem System vergleichen, das mit Geld funktioniert.

4 Die Zeitgeistbewegung ist die totale Überwachung weil alles von einem Zentralen Rechner gesteuert werden soll.
Ich weiß echt nicht wo dieses Gerücht herkommt. Es stimmt einfach nicht. Menschen die so etwas behaupten, haben das Prinzip einfach nicht verstanden. Computer-technisch ändert sich nahezu nichts. Es kommt nur die Komponente der Ressourcen hinzu, die Weltweit erfasst und dann dezentral an die jeweilig nötige Rechnereinheit weitergeleitet wird, welche die Daten eben gerade benötigt.  Kein Zentralrechner, keine zusätzliche Überwachung.

5. Die Zeitgeistbewegung will, das wir alle in runden Beton-Städten leben sollen, 
wo alles gleich aussieht.
Gemeint ist hier das Venusprojekt. Doch das Venusprojekt ist nur ein VORSCHLAG zur Errichtung NEUER Städte oder Anlagen. Dies ist kein Zwang sonder lediglich logische Überlegungen für die Zukunft. Wie ein Erlkönig bei einem Auto-Produzenten.
Keiner muss in eine solche neue Stadt ziehen, wenn er nicht möchte.

Ich bin jedoch der Auffassung, sollte eine solche Stadt gebaut werden, wird sie auf jeden Fall viel zu klein sein, denn die Anzahl der Menschen , die dort hin wollen, wird enorm hoch sein. Es wird also zumindest Anfangs eher so sein, das die Leute hin wollen aber nicht genug Platz für alle vorhanden ist, die dort hin wollen.
Also keine Angst, wer nicht hin will, muss das mit Sicherheit nicht.




F.A.Q.

1. Was sind die Grundlagen der Idee?
Soziale Probleme ergeben sich durch Mangelzustände. Solange einige wenige Nationen die große Mehrheit der Weltressourcen kontrollieren, wird es immer internationale Dispute geben, egal wie viele Gesetze und Staatsverträge unterzeichnet werden. Wenn wir Krieg, Kriminalität, Hunger, Armut, Gebietskämpfe und Nationalismus beenden wollen, müssen wir an einer Zukunft arbeiten, in der alle Ressourcen als das Gemeingut aller Menschen angesehen werden.

Unsere Probleme können nicht gelöst werden in einer Gesellschaft, die auf Geld, Verschwendung, und Ausbeutung von Menschen baut. Heutzutage wird Geld benutzt um die Wirtschaft zu regulieren; zum Wohle einiger weniger, die den finanziellen Reichtum von Nationen kontrollieren. Solange die Hintergründe von geplantem Wertverlust, Vernachlässigung der Umwelt und schier unglaublichen Militärausgaben nicht adressiert werden, sind wir zum Scheitern verurteilt. Staatsverträge, Blockaden, Boykotts und dergleichen haben in der Vergangenheit nicht funktioniert.

Viele glauben, dass ethische Maßstäbe und internationale Gesetze für eine globale zukunftsfähige Gesellschaft sorgen werden. Aber selbst wenn die moralischsten Menschen die politische Führung übernähmen, hätten wir, ohne ausreichende Ressourcen, immer noch dieselben Probleme. Was gebraucht wird, ist die intelligente Verwaltung aller Ressourcen der Erde zum Wohle aller und zum Schutz der Umwelt.

Die Erde hat reichlich Rohstoffe. Rationalisierung dieser Mittel durch das Geld(kontroll-)system ist dysfunktional und kontraproduktiv zu unserem Überleben. Heute steht uns hoch entwickelte Technologie zur Verfügung, aber unsere soziale und wirtschaftliche Entwicklung hat nicht Schritt gehalten. Wir könnten spielend einfach eine Welt erschaffen ohne Knechtschaft und Schulden durch die Kreation einer globalen, Rohstoff-orientierten Zivilisation.


2. Wodurch wurde das Konzept inspiriert?
Mein soziales Gewissen wurde durch das Erleben der Großen Depression (1929) geprägt. Während dieser Zeit wurde mir klar, dass die Erde immer noch derselbe Ort war, Industriewerke voll funktionsfähig und Rohstoffe vorhanden waren, aber niemand das nötige Geld hatte, um Waren zu kaufen. Ich merkte, dass die Spielregeln, die wir aufgestellt hatten, veraltet und schädigend sind. So begann eine lebenslange Suche, deren Ergebnisse in den Folgerungen und Designs des Venus - Projektes präsentiert sind. Zustände wie Not, Leiden, Krieg und Kriegsgeschäftemacherei waren Antrieb und Inspiration für meine Arbeit. Eine weitere Motivation war die anscheinende Unfähigkeit der Regierungen, der akademischen Gesellschaft und der Mangel an wissenschaftlichen Lösungen. Viele scheitern als Universalisten, weil sie sich lediglich auf begrenzte Aspekte von sozialen Problemen spezialisieren. Wissenschaftler, Politiker und Akademiker erkennen Probleme nur innerhalb ihres derzeitigen Systems, obwohl gerade dieses für die Probleme überhaupt erst verantwortlich ist. Ich bin von solchen Menschen enttäuscht, die sich damit beschäftigen, andere Planeten zu terra-formen, während unser eigener immer noch voller Krieg, Armut, Hunger und Umweltschädigung ist.

Meine Arbeit mit Drogenabhängigen, Alkoholikern und sogenannten jugendlichen Straftätern in New York City brachte mich zu der Überzeugung, dass, anstelle von solcher Einzelfallarbeit, bessere Methoden nötig sind, die sich mit den sozialen Konditionen befassen, die für das dysfunktionale Verhalten verantwortlich sind.



3. Was ist die grundlegende Basis Ihres Designs?
Zuerst frage ich mich, was ich erreichen möchte und was der einfachste Weg ist, ein gegebenes Problem zu lösen. Damit meine ich den einfachsten Weg mit den vorhandenen Werkzeugen und Informationen. Wenn ich das kostengünstigste Flugzug entwerfen wollte, mit minimalem Materialgebrauch und maximaler Stärke und großer Sicherheit, würde ich mich für einen 'flying wing' (fliegenden Flügel) entscheiden. Dieser eliminiert Rumpf, Heck, Steuerruder und Höhenflosse. Die Passagiere sitzen im Flügel. Ich habe Anfang der 1930er viele Varianten des 'flying wing' entworfen.

Soziales Design muss sich auf die Tragfähigkeit der Erdressourcen stützen und nicht auf die Philosophie, das Begehren, die Ästhetik oder Vorteile von einzelnen Menschen. Zum Beispiel bietet das runde Stadtdesign maximalen sozialen Gewinn bei minimalem Energieaufwand. Intelligente Architektur verwendet die kleinstmögliche Menge Material für die denkbar sicherste und effizienteste Struktur. Wenn Materialien wechseln und verbessert werden, wird es der Architektur und den Entwürfen genauso gehen. Dies wird keine Vorteile kosten, sondern Vorzüge vergrößern und Waren und Dienstleistungen für alle erhältlich machen.


4. Was ist das Venus Projekt?
Es ist sinnlos, Kultur zu kritisieren, ohne eine Alternative zu präsentieren. Das Venus Projekt unterbreitet Pläne für sozialen Wandel, die auf eine friedliche und erhaltbare globale Zivilisation hinarbeiten. Es stellt ein alternatives soziales Design vor, in der Menschenrechte nicht nur Proklamationen auf dem Papier sind, sondern eine Lebensart. Das Venus Projekt hat eine Vision davon, wie die Zukunft aussehen könnte, wenn wir unser derzeitiges Wissen anwenden, um eine erhaltbare Weltzivilisation zu erreichen. Es fordert eine Neugestaltung unserer Kultur, in der Krieg, Hunger, Armut, Schulden und unnötiges menschliches Leiden nicht nur als vermeidbar, sondern unakzeptabel angesehen werden. Alles andere kann nur in einer katastrophalen Fortsetzung der Probleme führen, die unserer heutigen Gesellschaft innewohnen. Einfach ausgedrückt, eine Rohstoff- orientierte Wirtschaft konzentriert sich auf Ressourcen anstatt Geld und ermöglicht eine gleichberechtigte Verteilung dieser Ressourcen in menschenwürdiger und effizienter Weise.

Das erste Ziel ist die Elimination von Mangel. Eine auf Ressourcen basierende Wirtschaft beseitigt Mangelzustände, indem erneuerbare Energiequellen mit computergesteuerter, automatisierter Fabrikation und Bestandsaufnahme kombiniert werden. Es würde sichere, energieeffiziente Städte gestalten mit hoch entwickelten Transportsystemen und böte universelle Krankenversorgung und sinnvollere Bildung. Das Ziel dieses neuen sozialen Designs ist es, eine neue Art Anreiz zu motivieren, die auf menschlichen und ökologischen Belangen basiert und oberflächliche und ichbezogene Ziele wie individuellen Reichtum, Besitz und Macht vermeidet.


5. Wie vergleicht sich das Venus Projekt mit den Ideen des Kommunismus?
Im Kommunismus gab es Geld, schwere körperliche Arbeit, soziale Gliederung und gewählte Repräsentanten, die die kommunistischen Traditionen wahrten. Der wichtigste Punkt ist, dass Kommunismus weder MANGEL beseitigt hat, noch einen Entwurf oder die Methoden für die Produktion von Fülle besaß. Maschinelle Produktion anstatt körperlicher Arbeit wird in der Zukunft dominieren. Außerdem mussten sie, obwohl dass vielleicht nicht durch ihr eigenes Verschulden geschah, riesige Militärausgaben aufrechterhalten, um sich vor der Invasion faschistischer und kapitalistischer Institutionen zu schützen. Die Annahme, dass Kommunismus einer auf Ressourcen basierenden Wirtschaft ähnelt, ist völlig falsch. Kommunismus ist ein politisches System, das von einer Ideologie bestimmt wird, die nicht unbedingt menschliche oder ökologische Belange in Betracht zieht. Kommunismus kennt Geld, Banken, Armeen, Polizei, Gefängnisse, charismatische Persönlichkeiten, soziale Gliederung und wird von ernannten Führern geleitet.

Ein Ziel des Venus Projektes ist es, das Bedürfnis nach dem Gebrauch von Geld zu überkommen. Polizei, Gefängnisse, Banken, Werbung, Börsenmakler, Militär und Regierung wären nicht länger vonnöten, wenn Waren, Dienstleistungen, Krankenpflege und Bildung allen Menschen zur Verfügung stünden. Das Venus Projekt würde Politiker durch eine kybernetische Gesellschaft ersetzen, in der alle physikalischen Gegebenheiten schnellstmöglich von computergesteuerten Systemen verwaltet und bedient werden. Das Einzige, was nicht von Computern verwaltet und gesteuert wird, ist die Überwachung von Menschen. Diese wäre völlig unnötig und würde als sozial anstößig angesehen. Eine Gesellschaft, die Technologie benutzt ohne menschliche Fürsorge hat keine Überlebensbasis. Kommunismus hat keinen Entwurf und keine Methodik, um seine eigenen Ideale zu verwirklichen und wird, wie auch Kapitalismus, Faschismus und Sozialismus, letztendlich als gescheitertes soziales Experiment in die Geschichte eingehen.

Die Anliegen des Kommunismus sind Arbeitsbedingungen und die Arbeiterklasse. Die Hauptanliegen des Venus Projektes sind Warenproduktion mit geringer Arbeit, und letztendlich ohne körperliche Arbeit und gleichzeitige Versorgung aller Menschen mit den Annehmlichkeiten einer wohlhabenden, energiereichen Gesellschaft. Es ist nicht unsere Absicht, eine Gesellschaft zu erschaffen, die nichts tut, außer sich zu amüsieren. Stattdessen werden den Menschen unendliche Möglichkeiten vorgestellt zu erforschen, zu kreieren, teilzuhaben und zu lernen.

Das Venus Projekt bietet Wissenschaft und Technik zum Dienst der Menschheit auf weltweiter Ebene an und wird letztendlich helfen, all die künstlichen Barrieren zu eliminieren, die Menschen voneinander trennen. Das System benutzt kein Geld und macht Waren und Dienstleistungen für jeden erhältlich ohne Preisschild, Schulden, Tausch oder Dienstbarkeit in irgendeiner Form. Wenn wir unsere Technologien vernünftig verwenden, können wir eine Fülle an Waren und Leistungen für den gesamten Planeten herstellen. Wir verwenden Maschinen und Automaten um alle gefertigten Produkte herzustellen und zu liefern, die dann in Versorgungszentren jedem zur Verfügung stehen.

Der Gebrauch dieser hoch entwickelten Technologie ist frei für alle, damit sie ihre eigenen Interessen und Erfüllung verfolgen können.

Menschliche Mitarbeit am Produktionsprozess wäre unnötig. Es gibt keine Versteuerung oder Verpflichtung jeglicher Art. Wir befürworten keine Regierung durch menschliche Instanzen. Diese haben sich stets als ungeeignet gezeigt. Computergesteuerte Systeme und Kybernetik würden für das Sozialsystem verwendet werden und müssen auf die Kapazität unserer weltweiten Ressourcen abgestimmt werden. Die Hauptaufgaben der Maschinen werden sowohl Fertigung und Auslieferung von Waren und Diensten sein, als auch Instandhalten einer sauberen Umwelt; mit Dienst an allen und Profit für niemanden. Wenn Menschen Zugriff auf alle Ressourcen haben, werden die meisten Verbrechen aufhören. Die Erfordernis von Polizei, Militär und Gefängnissen wird letztendlich ebenfalls verschwinden. Natürlich wird dies zusammenfallen mit den notwendigen Änderungen im Bildungswesen. Ich hoffe, dies hilft, einige Punkte zu klären. Wir sind uns bewusst, dass dies eine vereinfachte Darstellung der Unterschiede zwischen dem Venus Projekt und Kommunismus ist.


6. Wird es eine Regierung geben?
Nur während der Übergangsphase von einer auf Geld basierenden Gesellschaft zu einer auf Ressourcen basierenden Wirtschaft, die Allgemeinbesitz ist, wäre es nötig, sich der Dienste von Systemanalytikern, Ingenieuren, Computerprogrammierern, usw. zu bedienen. Sie werden nicht die Richtlinien bestimmen oder irgendwelche Vorteile genießen. Ihr Job wird es sein, die Umwelt soweit nur möglich zu ihrem natürlichen Zustand zurückzuführen, sowohl zu Land, als auch im Meer. Sie werden auch wirtschaftlich planen, wie Transport, Landwirtschaft, Stadtplanung und Produktion am effektivsten verwaltet werden können. Dieser Plan unterliegt natürlich auch einem niemals endenden Prozess der Veränderung und Aktualisierung. Es gibt keine Grenzen.


7. Wie wird mit Menschen umgegangen werden, die sich nicht konform verhalten?
Anormales Verhalten wird durch anormale soziale Bedingungen, Fehlernährung, Hungerlöhne, Motivationsmangel, schlechte Vorbilder und fehlende maßgebliche Bildung verursacht. Menschen spiegeln die Einflüsse ihrer Umgebung wider. Selbst die reichsten Menschen unserer heutigen Zeit leiden an intellektueller Armut. Auch sie begehen Verbrechen wie die Ausbeutung unserer Umwelt und ihrer Mitmenschen. Wir empfinden Spielcasinos nicht als anstößig, aber in der Zukunft werden sie sicherlich als Teil unserer anormalen Gesellschaft angesehen werden, genauso wie tausend andere anormale Verhaltensmuster, die heute noch von vielen als richtig und normal angesehen werden.


8. Wird es die Todesstrafe geben?
Wenn Sie 'geistig unstabile' oder 'anormale' Menschen sagen, meinen Sie da die Leute von GE (General Electric, Anmerkung d. Übersetzers), die mit die größten Umweltverschmutzer sind und wissentlich ihre Arbeiter krebserregenden Umständen aussetzten, die ihren Tod verursachten? Oder solche, die Geld manipulieren für Profit, ohne zum Lebenswohl der Menschen beizutragen, oder solche, die Kredite zum Autokauf vergeben, und, wenn die letzte Rate ausbleibt, einem nicht einen Reifen oder das Lenkrad im Werte der Rate, sondern gleich das ganze Auto abnehmen? Oder vielleicht meinen Sie die Richter, die Menschen lebenslänglich ins Gefängnis stecken, weil sie für Ressourcen gemordet haben, aber zu Ehren von Staatsführern, die ganze Städte und Länder für Ressourcen und Marktvorteile ermordet haben, Denkmäler in Parks errichten?

Es müsste eine Unmenge von Tötungen geben, wenn eine vernünftigere Gesellschaft sich von 'unstabilem' oder 'anormalem' Verhalten befreien wollte. Nein, wir plädieren nicht dafür, irgendwen zu töten. Wir glauben, dass das heutige System Krebs auf einer Katze ähnelt, der seinen Wirt auffrisst und sich so selbst zerstört. Der schiere Vormarsch der Technologie wird schließlich die Arbeitsplätze vernichten, die Menschen dazu befähigen, die hergestellten Waren zu kaufen und neue soziale Modelle werden hervortreten müssen. Wir meinen, dass zu diesem Zeitpunkt höchstwahrscheinlich eine Militärdiktatur entstehen wird. Wir würden der Öffentlichkeit gerne das Konzept einer auf Ressourcen basierenden Wirtschaft vorstellen, damit sie versteht, dass es andere Möglichkeiten gibt.

Eintönige und gefährliche Jobs werden unweigerlich abgeschafft mit der Hilfe von technologischem Fortschritt. Die Menschen einer auf Ressourcen basierenden Wirtschaft werden die Möglichkeit haben zu lernen, zu reisen, anderen zu helfen, zu entwerfen, usw. oder im künstlerischen oder wissenschaftlichen Bereich tätig zu werden, wenn sie so wollen. Ich finde es sehr traurig, wenn mich Leute fragen: 'Was werden die Menschen tuen?' Ihre Gehirne sind so platt gedrückt, dass sie sich nichts anderes als Arbeiten vorstellen können, und dass meistens in einem Beruf, den sie nicht mögen. Kleine Kinder sind von Natur aus neugierig auf alles, und wenn sie gefördert würden, könnten sie eine viel größere Bandbreite an Interessen und Fähigkeiten besitzen. Diese Kultur weiß wunderbar, wie man menschliche Interessen, Möglichkeiten und Fähigkeiten limitiert und Menschen zum Faulsein konditioniert. Menschen kommen weder in diesem Zustand auf die Welt, noch mit Engstirnigkeit, Hass, Vorurteilen oder bestimmten Werten. Wir sind uns bewusst, dass es die Umgebung ist, die Menschen beeinflusst und wenn sich die Kultur nicht ändert, wird es auch nur wenig Veränderung im Verhalten der Menschen geben.

Ich mache mir Sorgen über Menschen, deren Hauptmotivation Geld ist. Wenn es zum Beispiel der Antrieb für einen Arzt ist, und nicht Lösungen für medizinische und gesundheitliche Probleme zu finden und Menschen ein besseres Leben zu ermöglichen, dann sind für mich und viele andere, seine Dienste nicht sehr vertrauenswürdig. Es ist ein ungeheures Gerücht in der geldgesteuerten Gesellschaft, dass Menschen hauptsächlich durch Geld dazu motiviert werden, etwas zu erreichen oder zu produzieren. Ich könnte unzählige Beispiele von Personen nennen, die gekämpft, gelernt, erschaffen und sich übertroffen haben ohne den Anreiz von Geld. Es gibt bedeutungsvollere Belohnungen als das. Es kommt darauf an, welches Wertsystem vermittelt wird und in welcher Kultur man aufwächst; wie 'Belohnung' definiert wird.


9. Reicht es nicht aus, integre und geeignete Menschen in der Regierung zu haben?
Es reicht nicht aus, zu kritisieren, Fehler aufzuzeigen oder sich dafür einzusetzen, dass Personen mit hoher Moral ins Amt gewählt werden; dies würde kaum helfen, unsere Zivilisation zu verbessern. Was gebraucht wird, ist die intelligente Verwaltung der Weltressourcen und eine verständliche und arbeitsfähige Gestaltung von umweltlichen und sozialen Belangen, die in striktem Einklang mit den vorhandenen Ressourcen und der Tragekapazität unseres Planeten stehen. Ohne verfügbare Ressourcen und entwickelter Technologie, wird auch das Wählen von Personen mit unfehlbarem Charakter nicht reichen, um Krieg, Armut und Korruption auszurotten, egal wie viele neue Gesetze und Staatsverträge erlassen werden. Es ist nicht die Demokratie, die unseren Lebensstandard erhöht hat, es sind unsere Rohstoffe, Wasser, anbaufähiges Land und neue Technologien. Rhetorik und Papierproklamationen sind irrelevant, wenn es um das Management von menschlichen und sozialen Belangen geht.



10. Ist das Venus Projekt eine Anlaufstelle für Abweichler?
James Harvey Robinson glaubte, der wahre Antrieb der Menschheit sei der Mensch. Es gibt keine Beweise, um diese Aussage zu unterstützen. Eine Pflanze kann nicht alleine wachsen. Sie bedarf einer Umgebung mit Erde, Nährstoffen, Sonnenlicht, usw. Eine in der Polarregion ausgesetzte Pflanze wird nicht wachsen, egal wie gut ihr genetisches Material ist. Menschen unterliegen denselben physikalischen Gesetzen, die den Evolutionsprozess bestimmen. Menschliches Verhalten und Wertvorstellungen entstehen nicht eigenständig, sie sind Beiprodukte unserer Kultur.

Vielleicht werden die Geschichtsforscher der Zukunft uns als Abweichler ansehen mit unserer Künstlichkeit, unserer Gewalt und unserem Aberglauben; eine Gesellschaft, die einen Großteil ihres Einkommens für militärische Zwecke verbraucht, wenn dieselben wissenschaftlichen Methoden eingesetzt werden könnten um die Unterschiede zwischen Nationen zu überbrücken. Abweichende und unsoziale Verhaltensweisen sind Beiprodukte von Entbehrung oder der Angst davor.

Das Venus Projekt schlägt eine neues Bildungswesen vor, in dem Menschen aufgeklärt werden über die Wechselverhältnisse von lebendigen Systemen als ein symbiotisches Ganzes. Kinder, die ohne Borniertheit, Rassismus oder Gier aufwachsen, werden nicht länger unsoziale Verhaltensmuster zeigen. Zum Beispiel haben auch die kultiviertesten deutschen Familien am Ende des Zweiten Weltkrieges um Essen aus Mülltonnen gekämpft. Die Massenlynchmorde im Süden (der USA, Anmerk. d. Übersetzers) waren auch ein Beiprodukt von Indoktrination.

Die verbleibende Frage ist, wie viel von unserem Wertesystem festgeschrieben wird von den Werten unser Gesellschaft, die erschaffen wurden, um existierende und etablierte Institutionen aufrechtzuerhalten. Es ist nicht die menschliche Natur, sondern menschliches Verhalten, um das wir uns Sorgen machen müssen, und dieses kann leicht geändert mit angemessener und relevanter Bildung und Umwelt, die sich mit der Tragekapazität der Erde deckt.

Wenn man ehrbare, ethische Leute ins Amt wählt, aber es keine Umweltgrundlage gibt, die anständigen Gesetze umzusetzen, können diese auch nicht befolgt werden. Zum Beispiel: Wenn es keine ausreichende Anbaufläche für Nahrung gibt, wird das Verhalten zum Diebstahl zurückfallen und zur Korruption, um an das verbleibende Essen zu gelangen.

Wenn es um die Ablehnung der Perfektion geht, dies ist wie Utopia schaffen zu wollen, und es gibt kein Utopia. Das Überleben eines jeglichen sozialen Systems hängt von der Fähigkeit ab, die nötigen Veränderungen zuzulassen, die die Zivilisation als Ganzes verbessern. Die Muster, die wir wählen, entscheiden, ob es intelligentes Leben auf der Erde gibt, oder nicht.



11. Wie wird das Ausbildungssystem aussehen?
Bildung sollte mehr sein als die Präsentation vieler Fakten, die Schüler sich merken müssen. Der erste Aspekt einer innovativen Bildung sollte ein Schwerpunkt auf Kommunikation sein und der Fähigkeit, Konflikte zu lösen und zu vermeiden. Obwohl der Großteil des Wissens in der Zukunft aus Büchern und Computern kommen wird, ist der Umgang mit grundlegender Wissenschaft eine absolute Notwendigkeit. Dies würde das Erlernen der wissenschaftlichen Methodik einschließen und deren Anwednung im alltäglichen Leben. Aber hauptsächlich müssen Wissenschaft und Technik im Interesse der Menschheit und Umwelt angewendet werden, da ohne sie technologischer Fortschritt allein bedeutungslos ist.

Ein anderer Aspekt, der betont werden sollte, ist der Beitrag vieler verschiedener Nationen zur Kunst und Wissenschaft, die heutzutage Anwendung finden. Die Tendenz Bildung zu benutzen, um eine bestimmte Nation zu wahren, ist mehr Propaganda als die Präsentation ehrlicher Information. Es ist nicht möglich, andere Kulturen zu verstehen, ohne eine Übersicht über viele verschiedene kulturelle Praktiken zu haben. Keine zivilisierte Kultur hat sich selbst an den Schnürsenkeln hochgezogen. Stattdessen haben sich alle Nationen entwickelt als das Resultat von vielen kreativen Menschen weltweit, die ihren Beitrag zur Kunst und Wissenschaft geleistet haben.

Bildung wäre einer der Schwerpunkte überhaupt. Je besser Kinder informiert sind, umso reichhaltiger wäre jedermanns Leben. Jedes Kind, das sich heute Drogen spritzt, ist ein verschwendetes Leben, für das ultimativ du und ich bezahlen. Obwohl Bücher, Videos, Computer und virtuelle Realität eine Rolle spielen würden, wäre der Hauptteil der Bildungsprozesse interaktiver Natur, sodass Kinder direkt mit ihrer physikalischen Umwelt in Kontakt treten können. Sie würden die symbiotischen Zusammenhänge zwischen Pflanzen und Tieren verstehen. Dies würde mit praktischem Ansatz geschehen, in der Bildung und die Kommunikationswissenschaften im genauen Blickpunkt stehen, was dem Schüler ermöglicht, physikalische Phänomene konkret zu erfahren. Mehr als alles würde man lernen, wie man erfolgreich miteinander umgeht, Erfahrungen austauscht, alternative Annäherungen an Probleme untersucht und kulturelle und ethnische Unterschiede akzeptiert, also Intoleranz mit Verständnis austauscht.

Eine umfangreiche Übersicht der Geschichte aller Zivilisationen wäre essenziell; ein Verständnis anderer Kulturen, Werte und der Kräfte, von denen sie geformt werden, zu erreichen. Die Allgemeinbildung, wie vom Venus Projekt vorgeschlagen, wird Studenten ermöglichen, ein besseres Verständnis von Kulturen, die ihrer eigenen fremd sind, zu erreichen, was zu einem besseren Verständnis des Vorteiles einer Zusammenarbeit aller Nationen zur Erhaltung des Lebens auf dem Planeten Erde führt. Mit Schwerpunkt auf einem Weltstandpunkt wäre es schwieriger jemanden zu überzeugen, an aggressivem, offensivem oder kriegerischem Verhalten gegenüber anderen Nationen teilzunehmen. Mit dieser größeren Bandbreite an Bildung würden Kinder verstehen, dass die Erde ein fantastischer und freigiebiger Ort ist, wo alle Nationen teilen und gedeihen können.



12. Kann Veränderung nicht durch vernünftigen und logischen Fortschritt geschehen?
Die Lösung unserer Probleme wird nicht durch die Anwendung von Rationalität oder Logik geschehen. Wir leben nicht in einer rationalen oder logischen Welt. Es gibt keine historische Aufzeichnung irgendeiner Gesellschaft, die überlegt und bewusst ihre Kultur modifiziert hat, um sich wandelnden Zeiten anzupassen. Die wahren Faktoren, die für sozialen Wandel verantwortlich sind, ergaben sich durch bio-sozialen Druck, der allen Systemen innewohnt. Wandel kommt zustande durch natürliche oder wirtschaftliche Erscheinungen, die umgehend eine große Anzahl Menschen bedrohen.

Einige dieser Faktoren, die für sozialen Wandel verantwortlich sind, sind limitierte Ressourcen, Krieg, Überbevölkerung, Epidemien, Naturkatastrophen, wirtschaftliche Rezession, Abbau in großem Ausmaß, technische Ersetzung von Menschen durch Maschinen und das Versagen von Staatsführern, diese Probleme zu lösen.

Wandel kann geschehen durch Katastrophen oder durch technologischen Fortschritt. Die Einführung der Landwirtschaft brachte einen erheblichen Wandel der Gesellschaft mit sich, ebenso die industrielle Revolution und die Einführung des Mediums Geld bei Tauschgeschäften. Vom geschichtlichen Standpunkt aus erscheinen alle die Dinge positiv. Aber als sie stattfanden, gingen Arbeitsplätze verloren, neue Fähigkeiten waren vonnöten und komplette Lebensarten verschwanden.

Die Art des Wandels ist nicht immer zum Vorteil oder Besseren der menschlichen Lebensbedingungen. Wandel ist gefährlich. Entbehrung und Mangel, künstlich oder real, bestimmt die Wirtschaft. Machtgierige Führer verlangen nach Waffen, die ganze Bevölkerungen ausrotten und unseren Planeten unbewohnbar machen können. Das Potenzial der Menschheit zu erschaffen übersteigt bei Weitem die Veranlagung zu zerstören. Aber jedes Mal, wenn wir Zerstörung ausüben, versetzen wir uns Tausende von Schritten zurück für jeden, den wir vorwärts machen. Die Geschichte zeigt, dass nicht aller Wandel zum Wohle der Menschheit oder der Integrität der Lebenserhaltungsfähigkeiten unseres Planeten verlief. Aus diesem Grund sehnen sich viele Menschen nach alten, einfacheren Zeiten zurück.

Ich sage nicht, dass diese älteren Institutionen verworfen werden sollen: Fakt ist nur, dass sie immer unverwendbarer werden. Unglücklicherweise wird es eines sozialen und wirtschaftlichen Zusammenbruchs bedürfen, um den Niedergang des alten Systems und seiner alten Institutionen herbeizuführen. Der einzige erhebliche soziale Wandel wird wahrscheinlich eintreten, wenn eine ausreichende Anzahl Menschen durch wirtschaftliches Versagen ihr Vertrauen in ihre gewählten Repräsentanten verliert. Dann wird die Öffentlichkeit Alternativen verlangen. Wahrend wir gerne annehmen würden, dass dies ein neues strahlendes Kapitel im menschlichen Drama einläuten wird, ist es aber wahrscheinlicher, dass eine Form der Diktatur entstehen wird, vielleicht eine amerikanische Variante des Faschismus, die dem Volk unter Vorgabe präsentiert wird, es vor den Früchten seiner eigenen, unzureichenden Kultur zu schützen.

Wie auch immer, es reicht nicht aus, lediglich die limitierenden Faktoren aufzuzeigen, die die Überlebenschancen aller Nationen bedrohen. Die Herausforderung des technologischen Zeitalters an alle Kulturen, manche mehr als andere, ist, einen reibungslosen Übergang zur Einführung eines neuen Verständnisses von uns selbst, der Umwelt und des Umgehens mit menschlichen Belangen zu ermöglichen.

Es ist zwingend, dass alle Nationen sich an einem Gemeinschaftswerk beteiligen, um auf globaler Ebene neue Möglichkeiten für soziale Arrangements zu planen. Dies ist der einzige Weg, wenn wir den bevorstehenden Zusammenbruch der zivilisierten Welt verhindern wollen. Wenn die Menschheit zu gemeinsamen Reichtum zusammenfinden soll, ist universeller Zugriff auf Weltressourcen essenziell.



13. Gibt es einen Plan oder ein Konzept für das Gesamtdesign des Venus Projekts?
Zusätzlich zu der neuen Einstellung zu menschlichen und umweltlichen Belangen, muss es auch die Methodik geben, diese in die Realität umzusetzen. Wenn diese Ziele erreicht werden sollen, muss das Geldsystem letztendlich von einer auf Ressourcen basierenden Wirtschaft ersetzt werden. Um Ressourcen effektiv und sparsam einzusetzen, muss die notwendige kybernetische und computerisierte Technologie angewendet werden, damit alle einen hohen Lebensstandard genießen können. Durch die intelligente und menschliche Anwendung von Wissenschaft und Technik werden wir in der Lage sein, unsere Zukunft so zu gestalten, dass die Umwelt und wir selbst erhalten bleiben über viele Generationen hinweg.

Es reicht auch nicht, auf eine bloße Mitarbeit aller Nationen hinzusteuern. Wir brauchen eine globale Gesellschaft, die auf einem praktikablen Modell beruht, das für alle Menschen dieser Erde akzeptabel ist. Auch brauchen wir ein internationales Planungskomitee, das in der Lage ist, dieses Modell und die Vorteile einer Vereinigung der Welt umzusetzen.

Dieses Design muss sich auf die Tragekapazität der Erde, ihrer Ressourcen und den Bedürfnissen ihrer Bewohner gründen. Um unsere Zivilisation zu erhalten, müssen wir fortgeschrittene Technologie und verfügbare Ressourcen mit einem menschenwürdigen Ansatz koordinieren.


14. Wie werden Berufe in der neuen Gesellschaft aussehen?
Viele der uns heute vertrauten Berufe werden schließlich stufenweise abgeschafft werden. Durch das Maß an Veränderung, wie sie momentan stattfindet, werden eine große Anzahl an Beschäftigungen unnötig werden und verschwinden. In einer Gesellschaft, die einen Systemaufbau verwendet, werden diese Berufe ersetzt durch fachgebietsübergreifende Teams - die Systemanalytiker, Computerprogrammierer, Verfahrensforscher und diejenigen, die die Welt mit leistungsfähigen Kommunikationsnetzwerken verbinden.

Wir haben die Fähigkeit und das Wissen, um fachgebietsübergreifende Teams auf Probleme anzusetzen. Doch lediglich in Kriegszeiten oder bei nationalen Notzuständen werden diese Teams gebildet, um arbeitsfähige Lösungen für soziale Probleme zu finden. Wenn wir uns derselben Möglichkeit außerhalb eines Krieges bedienen würden, könnten massive förderliche Veränderungen innerhalb eines relativ kurzen Zeitrahmens erreicht werden. Dies könnte leicht vollbracht werden durch den Gebrauch der Trainingseinrichtungen und des Personals vieler Universitäten, um die bestmögliche alternative Methode zu bestimmen, wie diese Probleme gelöst werden können.

Dieses Herangehen wäre ein wichtiger erster Schritt, um die eventuellen Parameter für die Zukunft aller Zivilisationen zu definieren.

Dieser Prozess für sozialen Wandel muss Spielraum für veränderte Bedingungen lassen, die unaufhörlich die Modellparameter ergänzen, und außerdem für die Integration neuer Technologien in entstehende Kulturen. Design Teams, unter Verwendung sozial integrierter Computer, können automatisch von diesen Veränderungen unterrichtet werden.



15. Wie wird das momentane System zusammenstürzen?
Die Regierung und die Industrie werden die Verantwortung über Entscheidungen immer und immer mehr an intelligente Maschinen abgeben. Heutige Maschinen verarbeiten Billionen von Informationsfetzen pro Sekunde, viel mehr als jegliche industrielle und politische Entscheidungsträger könnten. Auch können sie stets auf den neuesten Stand gebrachte Informationen zusammentragen und zuordnen.

Die Kehrseite dieser Medaille ist, dass immer mehr Menschen ersetzt werden; wir werden nicht länger die Kaufkraft haben, die zum Erhalt unseres Geldsystems, welches die gesamte Population und Regierung mit unüberwindbaren Schulden belastet, nötig ist.

Wenn also das Geldsystem auf diese Weise mehr und mehr Menschen durch das Verlassen auf Maschinen ersetzt, werden diese Menschen aufhören, Industrie als Autorität zu respektieren. Das seit langer Zeit anerkannte Lebensmuster der Industrieländer, das Balancieren von Arbeit und Familieninteressen, wäre eine Unmöglichkeit für die Mehrheit der Menschen, die von Maschinen ersetzt wurden.

Mit der Weiterentwicklung von künstlicher Intelligenz werden auch komplexere Entscheidungen in industriellen, militärischen und Regierungsbelangen Maschinen zufallen. Dies bedeutet aber keine Übernahme der Maschinen. Stattdessen wäre es ein gradueller Übergang des Entscheidungsprozesses durch maschinelle Intelligenz als die nächste Phase der sozialen Evolution. Viele Menschen glauben, dass Regierungsführer ihre Entscheidungen für Wandel aus einer tiefen Besorgtheit um das Wohl ihrer Bürger treffen. Nichts ist weiter von der Wahrheit entfernt, auch sind frühere Verschiebungen in der Gesellschaft nicht das Resultat von Änderungen in der Schule oder zuhause. Alle etablierten Regierungssysteme tendieren dazu, ihre eigenen Interessen und Machtpositionen zu erhalten.

Die wahren Kräfte des Wandels finden sich eher in unvorhergesehenen, äußeren Ereignissen oder Bio-sozialen Belastungen, die physisch unsere Umgebung und etablierte soziale Arrangements verändern, zum Beispiel: Die Infusion von Maschinen und Prozessen, die Menschen am Arbeitsplatz ersetzen und ihnen die Möglichkeit nehmen, ihren Lebensunterhalt zu verdienen; widrige Umstände wie Dürren, Fluten, Sturm und Erdbeben; von Menschen erzeugtes Unheil wie wirtschaftliche Schwankungen oder die Bedrohung durch feindliche Nationen.



16. Wird es nicht Widerstand der Reichen und Mächtigen geben?

Was sie da sagen über den Widerstand der Reichen und Mächtigen zu solch einer Gesellschaft ist in vielen Fällen wahr; wie auch immer, wenn sie weiterhin Automation in ihren Industrien verwenden, was sie müssen, um konkurrenzfähig zu bleiben, werden Millionen von Menschen durch Maschinen ersetzt. Dies schließt nicht nur Fließbandarbeiter ein, sondern auch Ärzte, Ingenieure, Architekten und dergleichen. Wenn diese ihre Kaufkraft verlieren, können dieselben Industrien, die von ihnen abhängig sind, nicht mehr existieren. Dies wird das Ende des abgenutzten Geldsystems bedeuten. Es ist nicht die Frage, ob sie ihre Industrien aufgeben, sondern ihre Gier wird diese letztendlich außer Gebrauch setzen.

Nur wenn Wissenschaft und Technik mit menschlicher Sorge in einer Welt, in der alle Ressourcen als Gemeinerbe aller Menschen angesehen werden, benutzt werden, können wir wahrheitsgemäß behaupten, dass es intelligentes Leben auf der Erde gibt.



17. Ist das Venus Projekt eine utopische Gesellschaft?
Das Venus Projekt ist kein utopisches Gebilde. Wir glauben nicht an die fehlerhafte Idee einer utopischen Gesellschaft. So etwas gibt es nicht. Gesellschaft ist immer in einem Zustand des Übergangs. Wir schlagen eine alternative Richtung vor, die die Ursachen für viele unserer Probleme adressiert. Es gibt keine finalen Grenzen für menschliche und technische Errungenschaften - immer werden sie dem Wandel unterliegen. Selbst wenn wir eine Gesellschaft kreieren, die alle Modifikationen vornimmt, um das Leben der Menschen zu verbessern und die Umwelt zu schützen, werden wir nur am Anfang der nächsten Stufe stehen.



18. Was ist der "hohe Lebensstandard", auf den jeder Mensch ein Recht hat? Und wer bestimmt diesen Standard?
In einer auf Ressourcen basierenden Gesellschaft könnten viele der Engpässe, die wir heute kennen, durch technischen Erfindungsreichtum und der Minimierung von Abfall beseitigt werden. Zum Beispiel könnten wir eine Form der/des verdampfenden Kondensierung/Niederschlags verwenden in allen Gebieten, die an Wasserknappheit leiden. Wir könnten Kanäle vom Meer ins Land bauen und sie für mehrere Kilometer mit durchsichtigen Abdeckungen überziehen. Diese würden für verdampfende Entsalzung verwendet werden. Im Staat Florida allein haben wir etwa 57 Watt pro Quadratmeter, die derzeit nicht von Solarzellen geerntet werden. Alle Autobahnen, Parkplätze und Dächer würden in den neuen Städten benutzt werden, um Wasser zu erhitzen für alle Bedürfnisse der Bevölkerung ohne fossile Brennstoffe verbrennen zu müssen. Durch die Benutzung von geothermaler Energie (die Hitze des Erdkerns) allein könnten wir die Weltbevölkerung für die nächsten tausend Jahre antreiben, aber dies ist noch weitestgehend ungenutzt. Dann gibt es noch Wellenenergie, Windenergie, Wärmekonzentratoren und viele weitere Quellen ungenutzter Energie. Die Wissenschaft hat noch nie den Auftrag erhalten, Fülle zum Wohle aller Menschen zu produzieren.

Ein hoher Lebensstandard bedeutet, dass alle Menschen Zugang zu den zur Lebenserhaltung notwendigen Dingen haben - Krankenversorgung, Bildung, Essen, Kleidung, Unterkunft, Unterhaltung, Freizeit und vieles mehr. Personenstunden könnten erheblich reduziert werden, bis sie schließlich völlig abgeschafft werden. Durch die Eliminierung geplanten Wertverlustes und der Replikation des gleichen Produktes von vielen verschiedenen Herstellern und durch das Überwinden der Erfordernis von Werbung, Verkauf, Anwälten, Geschäftspersonal, Banken und allen anderen nicht-produzierenden Berufen, könnten wir leicht mehr Waren und Service für alle Menschen zur Verfügung stellen. Die heutige Mittelklasse lebt besser als alle Könige der Vergangenheit. In einer auf Ressourcen basierenden Gesellschaft, wenn die Hauptrichtung von Wissenschaft und innovativer Technologie auf einen höheren Lebensstandard für alle zielt, könnte unser Lebensstil alles heute Vorstellbare bei Weitem übertreffen.

Sichtweisen


Psychologie

Psychologie wird oftmals als "die Wissenschaft der mentalen Prozesse und Verhaltensweisen" definiert.

Heutzutage gibt es zwei grundlegende Strömungen: die Genetiker und die Verhaltensforscher, quasi "Natur gegen Bedürfnisse". Die Genetiker neigen dazu zu glauben, dass sich menschliches Verhalten von Vererbung und Instinkt ableiten lässt. Oft genug wird in den Medien berichtet, dass neue Studien den Beweis für eine "genetische Neigung" gefunden hätten, zum Beispiel das "Raucher-Gen". Dies bestärkt die allgemeine Weltsicht darüber, dass bestimmte Verhaltensweisen in der menschlichen DNA fest verankert wären und dass sogar subtile Nuancen des Verhaltens, wie zum Beispiel die Neigung zu Süchten, genetisch oder instinktgesteuert seien.

Die Verhaltensforscher andererseits sehen das menschliche Wesen als ein Produkt der Konditionierung durch seine Umwelteinflüsse. Daher lägen die Ursprünge der Handlungen einer Person in dessen Erfahrungen, angestoßenen Denkprozessen oder in gelerntem Wissen. Der Mechanismus des Handelns/Glaubens sei nicht durch Vererbung oder Instinkt gesteuert, sondern durch Erlerntes.

Welche der zwei Strömungen ist nun wichtiger? Selbstverständlich sind beide in bestimmten Punkten relevant. Unser Bestreben nach "Überleben und Reproduzieren" ist genetisch sozusagen "eingebrannt", ist doch dieses Bestreben direkt mit unserem fundamentalen Überlebenswillen gekoppelt. Die Mittel, die einem das Überleben ermöglichen, gründen sich jedoch komplett auf einer sozialen Konditionierung. Wenn eine Person in einer von Knappheit und Armut durchzogenen Gesellschaft aufwächst, mit nur begrenzten Arbeitsplätzen, wird sie stärker dazu tendieren, illegale Mittel einzusetzen, um zu überleben ... jedenfalls eher, als ein Mittelschicht-Arbeiter, der seine grundlegenden Bedürfnisse befriedigen kann. Am anderen Ende des Spektrums wiederum finden wir eine wohlhabende Person, aufgezogen in einer elitären Familie und darauf konditioniert zu glauben, dass ihr Reichtum (oder auch gesellschaftlicher Rang) nur ein Statussymbol sei. Oft wird diese Person jene ausbeuten, die für sie arbeiten oder illegale Aktivitäten pflegen, um sich der sozialen Arroganz und Identität anzupassen, von der sie glaubt, dass sie real sei.

Unterm Strich ist es tatsächlich die "umweltbedingte Konditionierung", welche 99 % unserer Handlungen beeinflusst, unzählige Studien haben dies immer und immer wieder bewiesen. Menschen werden nicht wegen einer genetischen Neigung zu Alkoholikern, sondern weil sie durch Eltern oder Freunde beeinflusst wurden. Wenn ein Kind misshandelt wird, so wird es wahrscheinlich im Erwachsenenalter andere Kinder misshandeln. Wenn die Massenmedien ein bestimmtes Thema innerhalb einer Gesellschaft propagieren, zum Beispiel "Terrorismus", würde die Öffentlichkeit dazu konditioniert, all dies als wahr und als tatsächliche Bedrohung anzusehen, ungeachtet der tatsächlichen Realität. Tatsache ist, dass wir sich weiterentwickelnde, zerbrechliche Organismen sind, welche schon immer einem gewissen Grad von Beeinflussung und Konditionierung ausgesetzt waren.

Aber dieser "gewisse Grad" wird in großem Maße durch die sozialen und ideologischen Identifikationsmuster beeinflusst, welche uns darauf konditionierten, dass ein Leben ohne eben jene Muster "undenkbar" sei.

In genau diesem Bewusstseinszustand kommt dann die Lähmung mit ins Spiel, denn Nichts in der Natur könnte die Meinung stützen, unsere Aussagen und Gedanken seien jetzt und auch in Zukunft unfehlbar. (Denn) nur ein einziges Muster zeigt sich uns ganz deutlich - dass alle Elemente der Natur einem ständigen Wandel unterworfen sind. Dass Menschen sich mit den althergebrachten, festgefahrenen Ansichten identifizieren, um ihre persönliche Integrität zu wahren, ist eine ernsthafte Verzerrung unserer Welt, wird es doch als schlecht erachtet, wenn jemand "eines Besseren belehrt wird." Natürlich ist dies völlig absurd, lernen doch die meisten durch Belehrung - dies sollte nicht als Konsequenz gefürchtet werden.

Fritz Pearls sagte einmal: "Der Mensch ist das einzige Wesen, das seiner eigenen Entwicklung im Wege stehen kann". Das ist eine wichtige Erkenntnis, da unsere Glaubenssysteme, an welchen wir festhalten, um unsere Identität zu wahren, neuen und wechselnden Erkenntnissen und persönlichem Wachstum häufig im Wege stehen.

Die dominantesten Institutionen, welche diese Paralyse weiterführen wollen, sind die theistischen Religionen und das Finanzsystem. Theistische Religionen propagieren eine statische Weltsicht mit dem Glauben als Basis, welche jegliche Logik oder neue Information ablehnt. Das Finanzsystem aller Länder basiert auf dem Wettbewerb um Arbeit und somit Arbeit für Geld. Vereinfacht ausgedrückt, kann dieses "Wettbewerbssystem" nur durch den Selbsterhaltungstrieb aufrecht erhalten werden, denn dieser Trieb und die Zentrierung eigener Interessen führen zu statischen Institutionen, welche eine Veränderung lieber vermeiden wollen, hängt doch das Überleben ihres Geschäftszweiges, ihrer Regierung und so weiter ab. So kann es nicht weitergehen!

Soziologie

Soziologie wird oft als "Das Studium der Gesellschaft und menschlicher Interaktion" definiert.

Dieses Feld betrachtet kognitive und materielle, soziale Strukturen. Ein Beispiel einer kognitiven, sozialen Struktur ist die etablierte Institution der Religion und wie ihre Handlungen das kollektive Bewusstsein prägen. Zum Beispiel propagieren christliche Abtreibungsgegner, dass das menschliche "Leben" ein separater Teil der Natur sei und das Töten eines menschlichen Fötus falsch ist. Gleichzeitig befürwortet das wettbewerbsorientierte Finanzsystem die Vorstellung, dass der "Wettbewerb" der produktivste Zustand ist, in dem sich ein Mensch überhaupt befinden kann.

Materielle, soziale Strukturen hingegen sind meist recht offensichtlich, sie existieren in Form von großen Firmen und Regierungen und haben beide großen Einfluss auf die Gesellschaft. Natürlich fließen Teile der materiellen Strukturen ebenfalls in die kognitive Ebene, haben doch alle Firmen und Regierungen eine Ideologie hinter sich stehen. Ein normales soziologisches Thema behandelt die "menschliche Natur" und ihren Effekt auf das kollektive Bewusstsein. Beispielsweise wird den meisten Menschen beigebracht, dass Menschen von Natur aus miteinander wetteifern und Dinge wie die Einteilung in soziale Schichten oder Hierarchien "normale menschliche Tendenzen" seien. Das ist ein Trugschluss.

Wenn man sich zum Beispiel ein Rudel Löwen ansieht, erkennt man eine soziale Hierarchie und Wettstreit, meist um Futter. Solche Vergleiche verleiten die Menschen zu glauben, solche Dinge (Krieg, Gier, Neid, Ego usw.) seien in der menschlichen Gesellschaft normale Vorkommnisse. Was dabei übersehen wird, sind die in jedem Fall auftretenden Unwelteinflüsse. Das Löwenrudel lebt in einer Welt der Knappheit. Sie haben nicht die Fähigkeit Fallen zu bauen, um mehr Futter zu erbeuten, auch ist kein Futter "auf Abruf" erhältlich. Sie müssen jagen und miteinander kämpfen. So wird der Wettstreit auf natürlichem Wege geschaffen, denn die Löwen MÜSSEN sich aggressiv untereinander verhalten, um zu überleben. Gleichzeitig wird eine Hierarchie um den stärksten Löwen herum aufgebaut, welcher seine Überlegenheit durch eine Einteilung seines Rudels ausübt. Ähnliches passiert momentan in der menschlichen Gesellschaft. Seit dem Beginn seiner Existenz lebt der Mensch in einer ähnlichen Form der Knappheit. Während die Zeit voranschritt wurde er "zivilisierter" aufgrund seiner Fähigkeit, Dinge zu erschaffen. Im Gegensatz zu Löwen kann der Mensch Werkzeuge erschaffen und Prozesse in Gang setzten, welche ihn von besonders lästigen Arbeiten oder Problemen erlösen, also somit die Knappheit reduzieren.

Wenn wir diese Erkenntnisse berücksichtigen werden wir erkennen, das sich das menschliche Verhalten radikal verändern und sich von Wettbewerb, Dominanz und sozialen Schichtungen wegbewegen wird, wenn wir die Knappheit auf den fundamentalsten Ebenen ausrotten.

Veraltete Ideologien, die den Gegebenheiten der Gegenwart einfach nicht standhalten können, wie die theistischen Religionen, verstärken den Mythos, dass der Mensch/die Gesellschaft auf eine bestimmte Art und Weise aufgebaut ist, zusätzlich. Zum Beispiel unterstellt die katholische Religion, dass der Mensch "mit der Sünde geboren wird".

Dies ist absurd, veraltet und basiert auf einem primitiven Verständnis menschlichen Verhaltens. Es gibt keinen Unterschied zwischen einem Gandhi-Baby und einem Hitler-Baby. Es ist das Umfeld, dass einen Menschen und folglich die Gesellschaft formt (und umgekehrt).

Daher kann eine wirkliche soziologische Veränderung nur durch die Abschaffung der Umstände, welche abweichendes Verhalten verursachen und die Gesellschaft vergiften, stattfinden. Gefängnisse, Polizei und Gesetze sind schlicht und ergreifend "Flickwerk" und haben die Tendenz, die Situation auf Dauer eher zu verschlechtern.

Letzten Endes bedarf es einer völligen Neugestaltung unserer Kultur, um das menschliche Verhalten zum Besseren zu wenden.

Technologie

Wenn man bedeutende Institutionen unserer sozialen Struktur und gesellschaftlichen Ideologie betrachtet, so heben sich zuerst Regierungen, Politiker und Unternehmen als die leitenden Organe hervor, die für unsere Lebensqualität verantwortlich sind. Das ist natürlich korrekt, aber nur zu einem gewissen Grad.

Mit der Zeit haben die Menschen ein besseres Verständnis ihrer Umwelt und der in ihr wirkenden Prozesse erlangt und damit schließlich auch die Fähigkeit, diese Prozesse in all ihrer kreativen Pracht zu kopieren.

Das Ergebnis ist Technik, durch welche wir uns wesentlich von den Tieren abgrenzen. Wir sind in der Lage, Dinge mit enormen Auswirkungen herzustellen. Wenn wir zum Beispiel keine Kanalisationsrohre reinigen wollen, können wir eine Maschine dafür kreieren.

Zu Beginn des Industriezeitalters arbeitete die Mehrheit der Menschen in Fabriken. Heutzutage enthalten fast 90 % aller Fabriken Automatisierungstechnik. Diese ersetzte die Arbeiter, daraufhin entstand ein riesiger künstlicher Dienstleistungssektor, um die Menschen in bezahlter Beschäftigung zu halten.

Das Prinzip ist sehr durchsichtig. Die Konsequenz ist der ständige Kampf zwischen der maschinellen Automatisierung und der Bedeutung der menschlichen Arbeitskraft. Das bedeutet nicht, dass es für uns irgendwann nichts mehr zu tun gibt, im Gegenteil. Die Folge ist eher die Befreiung der Menschheit von Arbeit, die niemand freiwillig tun möchte, womit wir in die Lage versetzt werden, das zu tun, was wir wollen. Es ist anzumerken, dass die Gesellschaft heutzutage eine sehr negative Sichtweise bezüglich den Erwartungen an ihre Mitbürger vertritt. Wir glauben, dass jemand, der nicht arbeiten gehen muss, nur gelangweilt rumsitzen und nichts tun würde. Das ist eine absurde Stimmungsmache.

Der Begriff der "Freizeit" ist eine Erfindung des Geldwesens. Er wurde als ein Mittel der unterdrückenden, faschistischen Basis des Beschäftigungsapparates selbst erschaffen. Faulheit ist in Wahrheit nur eine Ausdrucksweise der Ablehnung des herrschenden Systems. Es ist eine Eigenart, die nur aufgrund der Unterdrückung und der geforderten Unterwürfigkeit existiert.

In einer echten Gemeinschaft würde es keine Unterscheidung zwischen "Arbeit" und "Freizeit" geben, da die Menschen dem nachgehen dürften, was immer sie interessiert. Um es aus einer anderen Position zu betrachten, muss man sich nur die Neugier und Wissbegierde von Kindern angucken. Sie wissen noch nicht einmal was Geld ist. Müssen sie mit Geld motiviert werden, um ihre Umwelt auf ihre spielerische Weise zu erforschen? Nein. Sie haben Eigeninteressen und verfolgen diese ohne jegliche äußere Anreize. Tatsächlich haben diejenigen, die unserer Gesellschaft am meisten hinterlassen haben, siehe Einstein, Newton oder Galileo, dies getan, ohne dem finanziellen Aspekt auch nur Beachtung zu schenken. Sie verfolgten lediglich ihre Interessen, ihre Forschungen - ihr Beitrag als Teil der Gesellschaft war ihre Belohnung.

So folgt, dass Geld einfach keine richtige Motivation darstellt und wer doch an seine Wirkung glaubt, der tut dies in der Annahme, dass Menschen faul und korrupt sind. Faulheit und Korruption sind aber das Ergebnis der Konditionierung unseres Gesellschaftssystems.

Um zu der Technologie zurückzukommen, sollten wir uns vor Augen halten, in welchem enormen Ausmaße unsere Lebensqualität von der Technik profitiert. Vom Rasenmäher bis zum Herzschrittmacher rettet Technik Leben und reduziert die Zeit, die wir für profane, schwierige oder gefährliche Tätigkeiten aufbringen müssen. Wenn man nur mal weit genug zurückblickt, stellt man fest, dass die technologische Entwicklung unser wichtigster Pfeiler ist. Das Streben nach sozial hilfreichen Technologien (keine Waffen) sollte die höchste Priorität unserer Kultur sein.

Technologischer Fortschritt wird durch eine bestimmte Denk- und Herangehensweise an Probleme erreicht: die wissenschaftliche Denkweise. Carl Sagan wurde einmal zitiert mit "Die Gesellschaft begrüßt die Errungenschaften der Wissenschaft, lehnt aber ihre Denkweise ab." Dies ist für die Moderne leider wahr, denn was die Öffentlichkeit nicht versteht, ist, dass Wissenschaft nicht nur ein Werkzeug ist. Es ist ein universell einsetzbarer Denkansatz, welcher auf unsere Gesellschaft auf ungeahnte Art und Weise anwendbar ist.

Es ist offensichtlich, dass Technologie unser Leben verbessert und als größter Befreier in materieller Sicht gilt. Also warum werden seine Methoden nicht auf die Gesellschaft als ganzes angewandt?

Augenscheinlich wird die wissenschaftliche Denkweise in begrenzten, isolierten Systemen verwendet, aber sie wurde nie auf breiter Ebene betrachtet. Dies beruht größtenteils auf einem uralten Konflikt zwischen der Logik der Wissenschaft und einer bevorzugten dogmatischen, veralteten und hochgradig geblendeten Weltanschauung.

Wenn wir die Möglichkeit hätten, eine Gesellschaft von Grund auf neu zu erschaffen, wie würden wir am effizientesten, nachhaltigsten und menschlichsten vorgehen? Genau das ist unser Ansatzpunkt. Offenkundig können wir nicht von vorne beginnen, aber der Standpunkt bleibt derselbe. Es wird Zeit, dass wir aufhören, uns über Geld und die damit verbundenen Einschränkungen Gedanken zu machen und endlich beginnen, über unsere Möglichkeiten auf unserem Planeten im weitesten Sinne nachzudenken.

Dieser Weg führt uns zu der Idee der "ressourcenbasierten Ökonomie". Das "Venus Project" arbeitet seit langer Zeit an dem Konzept, seine Grundlagen sind schnell erklärt. Wir überwachen, erhalten und maximieren unseren Nutzen der weltweiten Ressourcen im Einklang mit der Informationsfreiheit und technologischem Fortschritt.

Bei dieser Sichtweise bleibt wenig Raum für eine subjektive Interpretation, da es eine wissenschaftlich hergeleitete Strategie für soziales Handeln ist. Von hier an ergeben sich die wissenschaftlichen Parameter genauso wie die Möglichkeiten von selbst.

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit wird meist als Beständigkeit, Haltbarkeit und Umweltverträglichkeit wahrgenommen. Im Allgemeinen wird eine Tätigkeit als nachhaltig angesehen, wenn sie sich an einem dauerhaft gesunden Zustand orientiert. Allerdings ist dieser Ansatz nicht nur auf die physische, materielle Welt begrenzt - er findet auch in unseren Gedanken, unserem Glauben, Verhalten und der Gesellschaft als Ganzes seine Verwendung.

Ein nicht nachhaltiges Vorgehen wird über die Zeit zwingend negative Auswirkungen auf die Person, die Gesellschaft und/oder die Umwelt haben. Ein klassischer Fall ist unser aktueller Gebrauch von Öl als Energiequelle. Dies kann nicht als nachhaltig angesehen werden, da Öl nicht erneuerbar ist und bei Verbrennung die Umwelt belastet. Jedes Vorgehen, das unsere Ressourcen unumkehrbar verbraucht oder langzeitige Umweltverschmutzung erzeugt, ist mit dem Prinzip der Nachhaltigkeit unvereinbar. Wenn ein Unternehmen große Mengen Abfall als Nebenprodukt erzeugt, ist die Produktion egal welches Endprodukts nicht nachhaltig.

Ebenso, wenn das benutzte Material und Fachwissen nicht dem aktuellen Stand der Technik entsprechen, wird die Haltbarkeit der Produkte beeinträchtigt. Dies wiederum führt zu der Erzeugung von mehr Müll, wenn es versagt oder überholt ist. In unserem gegenwärtigen auf Profit ausgerichteten Wirtschaftssystem wird fast jedes Produkt mit einer Schwachstelle hergestellt, auf Grund der Notwendigkeit, um Marktanteile zu konkurrieren. In anderen Worte, wenn zwei Unternehmen um den Markt eines Endprodukts kämpfen, müssen beide strategisch denken, wenn es um die Materialien und die Fertigung geht. Meist wird dabei die Qualität zugunsten geringerer Produktionskosten geopfert. Das Ergebnis ist ein Produkt, das viel schneller versagt als eines, das mit Bedacht und qualitativ hochwertigen Materialien hergestellt wurde.

Dies würde in unserem jetzigen System aus zwei Gründen nicht passieren: 1) Ein Unternehmen, welches das beste Design und die besten Materialien verwendet, würde höchstwahrscheinlich höhere Produktionskosten haben und konkurrenzunfähig werden. 2) Würden Konsumgüter eine lange Zeit überdauern, gäbe es keinen Bedarf für Reparaturen, Aktualisierungen und schließlich Ersatz. Hohe Umsatzeinbußen und ein Verlust vieler Arbeitsplätze in der Industrie wären die Folge, die Wirtschaft wird belastet.

Definitionsgemäß ist dies keine nachhaltige Entwicklung, da die eingebaute Ineffizienz des Wirtschaftssystems letztlich unnötige Überproduktion, Abfall und Umweltverschmutzung verursacht.

Dies führt uns zu unnachhaltigen Ideologien.

Eine unnachhaltige Ideologien führt eine Person oder Gruppe unausweichlich dazu, unnachhaltig vorzugehen. Beispielsweise ist der Grund dafür, dass eine Fabrik minderwertige Materialien zu minderwertigen Produkten verarbeitet, während unverhältnismäßige Mengen an Müll produziert werden, in Wahrheit das Ergebnis höherer Kräfte, bekannt als Profitsystem oder Geldwesen. In einem Profitsystem gibt es keine Entlohnung für Nachhaltigkeit, da das System auf Wettbewerb und Regeneration stützt. Unter diesen Umständen ist Nachhaltigkeit immer dem Gewinn nachrangig, da Gewinn für ein Unternehmen überlebenswichtig ist und auf Kostenreduktion und Umsatzsteigerung basiert. Demzufolge sind die unnachhaltigen Geschäftsmethoden aller Industrien das Ergebnis eines grundlegenden Fehlers in der ideologischen Wirtschaftsstruktur.

Theoretisch würden die Meisten zustimmen, dass ein Überfluss an Ressourcen zusammen mit den erträglichsten Materialien für eine maximale Haltbarkeit und Effizienz erstrebenswert ist. Allerdings werden diese Vorstellungen in unserem Weltfinanzsystem nicht beachtet. Belohnt wird stattdessen Knappheit. Knappheit und beabsichtigter Wertverlust werden belohnt, da sie in kurzer Zeit einen hohen Durchsatz bei Gewinn und Arbeitsplätzen garantieren. Leider geht dieser kurzfristige Profit auf Kosten langfristiger Zerstörung. Das System der freien Marktwirtschaft, zusammen mit anderen Untergruppen wie Kommunismus, Sozialismus und Faschismus, ist eine unnachhaltige Ideologie, da es einen eingebauten Hang zum Umwelt- und Gesellschaftsmissbrauch hat. Um es deutlicher auszudrücken: Eine Welt, die mit sich selbst um Arbeit, Ressourcen und Überleben kämpft, ist eine unnachhaltige Welt, da ihr ein externes Gewissen fehlt. Nun drängt sich die Frage auf: "Wie sieht eine nachhaltige Ideologie aus?"

Während sich mit der menschlichen Evolution immer wieder neue Antworten auf diese Frage ergeben, haben wir heutzutage die wissenschaftliche Methode oder Verfahrensweise. Einfach gesagt ist dies ein Beobachtungsprozess, welcher durch die modernsten Lernmethoden, Messverfahren, Testverfahren und Versuchsdurchführungen die Gültigkeit einer bestimmten Theorie oder möglicherweise den Lösungsansatz für ein bestimmtes Problem darstellt.

Ein Beispiel dafür wäre ein Problem mit dem Auto. Wenn ein Auto nicht startet, wird ein logischer Denkprozess durchgeführt, um die Problemquelle zu finden. Dabei würde die Logik einen zunächst zur Spritmenge leiten, gefolgt vom Zündungsmechanismus usw. Genau das ist die wissenschaftliche Methode, angewandt bei einer Problembehebung. Eine nicht wissenschaftliche Verfahrensweise würde unter die Kategorie 'irrational' fallen. Es wäre beispielsweise irrational, die Reifen zu überprüfen, wenn das Auto nicht startet, da diese höchstwahrscheinlich nichts mit dem verantwortlichen Mechanismus zu tun haben. Leider ist unsere Herangehensweise an soziale Abläufe meist nicht auf Logik oder Methodik basierend, stattdessen ist sie überschüttet von Traditionen, Aberglauben und altmodischen Verhaltensregeln. Eine wissenschaftliche Herangehensweise an die Gesellschaftsabläufe, bei der Logik und Verstand benutzt werden, um auf soziale Probleme zu reagieren und sie auszuwerten, würde einen natürlichen Drang zu Nachhaltigkeit haben, da hierbei nichts getrennt oder isoliert behandelt werden kann. Mit anderen Worten, wir müssen aufhören die Welt durch die Scheuklappen von veralteten Systemen und Ideologien zu sehen und beginnen, sie so unvoreingenommen und umfassend wie möglich zu betrachten. Der einzige Weg, der dies unterstützt, ist die Wissenschaft, und die Gaben der Wissenschaft haben ihre Gültigkeit ohne Frage gezeigt. Deshalb ist es an der Zeit, die wissenschaftlichen Methoden auf das Gesellschaftssystem selbst anzuwenden.

Ein kurzer Blick auf die Arbeitsweisen, die heutzutage benutzt werden, zeigt eine grobe Vernachlässigung von Verstand, Logik und Anwendung der Wissenschaft. Unser Wirtschaftssystem basiert auf Tauschmitteln und zugeordneten Werten, die wenig mit den wahren Ressourcen und der Realität gemein haben. Die Religionen predigen noch immer Weltanschauungen, die längst von fortschrittlichem wissenschaftlichen Denken aufgehoben wurden. Unser Beschäftigungsapparat ist so aufgebaut, dass Menschen "angestellt" sein müssen, um Geld zu verdienen und zu überleben, während der wahre Beitrag dieser Arbeitsplätze meist suspekt ist. Arbeitsplätze sind oftmals nur dazu da, die Leute zu "beschäftigen", damit diese leben und das Wirtschaftssystem am Laufen halten können. Das ist eine Verschwendung von menschlichem Leben. In der Erkenntnis, dass unsere derzeitigen Gesellschaftselemente nicht nachhaltig sind, gibt es viele Aspekte zu beachten. Zusammenfassend, unser aller Leben auf Erden muss elementare Voraussetzungen bieten, die uns alle verbindet. Diese Voraussetzungen müssen so empirisch wie möglich sein und nicht auf Meinungen oder Vorhersagen beruhen. Aus wissenschaftlicher Sicht sehen wir, dass Rohstoffe und der menschliche Einfallsreichtum die wertvollsten Dinge sind, die wir haben. Menschliche Intelligenz und Bewusstsein verbunden mit einem durchdachten Management und Gebrauch der irdischen Rohstoffe sind wirklich die einzigen Kernpunkte. Alles andere baut sich darauf auf. Deshalb benötigen wir einen Ansatz, der Bildung, Technologie und Ressourcenmanagement in den Mittelpunkt stellt. Bis das geschehen ist, wird die Nachhaltigkeit bedroht sein. Das ist das Ziel des "Venus Project" und des "Zeitgeist Movement".

Spiritualität

Offenbar hat Spiritualität für jeden von uns eine andere Bedeutung. Eine Standarddefinition könnte lauten: "Ein Gefühl für eine tiefere Bedeutung und einen höheren Sinn; Ein Gefühl für das eigene Selbst und für die Verbundenheit mit etwas, 'das größer ist als das Selbst'.

Momentan scheinen Religion und Mystizismus das Monopol auf Spiritualität zu haben. Theistische Religionen sehen eine 'Beziehung zu Gott' oder einem göttlichen Schöpfer, als eine spirituelle Beziehung, während Mystiker oft eine Beziehung zu einer 'übernatürlichen' Kraft empfinden. Der Punkt ist, dass Spiritualität so gut wie immer mit einer 'Beziehung' auf einer bestimmten Ebene zusammenhängt. Spiritualität wird meistens mit dem 'Sinn' oder dem 'Platz' im Leben einer Person in Verbindung gebracht... was immer das auch sein mag.

So subjektiv diese Dinge auch sein können, wir beginnen Veränderungen in diesen Vorstellungen zu erkennen da sozialer Fortschritt den Weg für Erkenntnisse bereitet, die sich gegenüber den Herausforderungen der Zeit bewähren. In der modernen Zeit haben wir die Möglichkeit weit in unsere Vergangenheit zu blicken und zu untersuchen, was unsere Vorfahren für 'real' hielten. Anschließend können wir diese Vorstellungen mit unseren heutigen Erkenntnissen vergleichen. Viele "spirituelle Praktiken" der Vergangenheit existieren nicht mehr aufgrund von gewonnener Erkenntnisse über natürliche Phänomene. Beispielsweise wurden in frühen Religionen Tiere für bestimmte Zwecke 'geopfert'...  dies geschieht heute kaum noch da sich die Sinnlosigkeit eines solchen Vorgehens im Bezug auf den gewünschten Effekt herausgestellt hat. Ebenso selten bedienen sich Menschen Regentänzen um das Wetter zu beeinflussen... heute verstehen wir wie Wetterabläufe entstehen und rituelle Praktiken haben keine nachweisbaren Effekt.

Auf ähnliche Weise hat das Beten zu einem Gott für einen bestimmten Wunsch,  nachweislich kaum einen Effekt auf das Endergebnis -  von der Tatsache, dass es für einen personifizierter Schöpfer keine wissenschaftlichen Belege gibt, ganz zu schweigen... stattdessen werden diese oft von alten Traditionen oder historisch-literarischen Spekulationen abgeleitet.

Heutige Religionen scheinen ihre Wurzeln in vielerlei Hinsicht in einer falsche Wahrnehmung von Lebensprozessen haben. Beispielsweise wird eine Weltsicht präsentiert, welche den Menschen auf eine andere Ebene als die übrigen Elemente der Natur stellt. Dieses 'spirituelle Ego' hat über Generationen zu dramatischen Konflikten - nicht nur zwischen Menschen, sondern auch zwischen uns und der Natur geführt.

Allerdings hat die Wissenschaft im Laufe der Zeit gezeigt, dass Menschen exakt den selben Naturkräften unterliegen wie alles andere auch. Wir haben gelernt, dass wir die selben atomaren Substrukturen wie Bäume, Vögel und alle anderen Lebensformen aufweisen. Wir haben gelernt, dass wir nicht ohne die Elemente der Natur leben können... wir brauchen saubere Luft um zu atmen, Nahrung zu essen, die Energie der Sonne, etc. Wenn wir diese symbiotische Beziehung des Lebens verstehen, werden wir uns bewusst, dass, zumindest was die 'Beziehungen' betrifft, unsere Beziehung zum Planeten die wichtigste und schwerwiegendste ist. Die Wissenschaft ist das Medium in welchem dies zum Ausdruck kommt, da uns die wissenschaftliche Methodik Einblick in diese natürlichen Prozesse gewährt. So können wir besser verstehen, wie wir in das gesamte System des Lebens 'passen'.

Dies könnte man 'spirituelles' Erwachen nennen.

Diese wissenschaftlich bewiesene Erkenntnis besagt, dass sich Menschen nicht von irgend einer anderen Form der Natur unterscheiden, während unsere Integrität nur so gut ist wie die Integrität unserer Umwelt von der wir ein Teil sind. Dieses Bewusstsein präsentiert eine völlig andere 'spirituelle' Weltanschauung, da sie den Gedanken von Wechselbeziehung und Verbindung im Kern erzwingt.

Die Vernetzung des Lebens in seiner Gesamtheit ist nicht zu leugnen und es ist die fortwährende 'Beziehung' von totaler Vernetzbarkeit, die von der Gesellschaft nicht allumfassend gesehen wird. Folglich weichen unsere Verhaltensweisen und unsere Wahrnehmungen weit von der Linie der Natur ab... und sind deshalb destruktiv.

Die Natur selbst ist unser Lehrer und unsere sozialen Institutionen und Philosophien sollten von dieser grundlegenden und 'spirituellen' Erkenntnis abgeleitet werden.

Das Ziel


Die Mittel sind die Lösung

Wir beabsichtigen, die fundamentalen Notwendigkeiten und das Umweltbewusstsein der Menschheit wieder herzustellen - durch die Auseinandersetzung mit den neuesten Erkenntnissen darüber, wer und was wir wirklich sind, gekoppelt mit der Erkenntnis, wie Wissenschaft, Natur und Technologie (eher als Religion, Politik und Geld) den Schlüssel zu unserem persönlichen Wachstum halten, nicht nur als Individuen, sondern als ganze Zivilisation, sowohl strukturell als auch spirituell. Die zentrale Einsicht dieses Bewusstseins ist das Erkennen der allgegenwärtigen und symbiotischen Elemente der Naturgesetze und wie die Abstimmung auf diese Erkenntnisse als Grundlage unserer persönlichen und sozialen Institutionen fungiert. Das Leben auf der Erde kann und wird zu einem System werden, welches kontinuierlich auf eine positive Art und Weise wachsen wird, in dem negative soziale Konsequenzen wie soziale Schichten, Krieg, Vorurteile, elitäres Denken und Kriminalität konstant reduziert und im günstigsten Falle sogar ganz aus den menschlichen Verhaltensmustern verschwinden werden.

Diese Möglichkeit ist für die meisten Menschen natürlich nur schwer vorstellbar, da wir alle durch die Gesellschaft konditioniert wurden zu glauben, dass Verbrechen, Korruption und Unehrlichkeit einfach dazu gehören und dass es immer Menschen geben wird, die andere missbrauchen, verletzen und übervorteilen wollen. Die Religionen sind die größten Verbreiter dieser Propaganda von "Wir und Die" oder "Gut und Böse", eine Mentalität, die uns einen komplett falschen Eindruck vermittelt.

In Wirklichkeit leben wir in einer Gesellschaft, die Knappheit erzeugt. Die Konsequenz dieser Knappheit ist, dass der Mensch sich nach seinem Selbsterhaltungstrieb verhalten muss, auch wenn das bedeutet zu lügen oder zu stehlen, um an sein Ziel zu kommen. Nach unseren Erkenntnissen ist Knappheit eine der grundlegendsten Ursachen für abweichendes menschliches Verhalten und führt außerdem zu vielen komplexen Neurosen. Bei einer Betrachtung der Statistiken über Drogenabhängigkeit, Verbrechens- und Haftstatistiken sieht man, dass Armut und ungünstige soziale Bedingungen zu den häufigsten Begleitumständen der Betroffenen gehören.

Menschen sind nicht gut oder schlecht. Sie flüchten vor den ewig wechselnden Lebenserfahrungen, welche sie beeinflussen. Der "Wert" eines Menschen (falls es so etwas überhaupt gibt) hängt direkt mit den Erziehungs-, und somit mit den Glaubensstrukturen zusammen, auf welche wir alle konditioniert werden.

Diese simple Realität wurde bislang auf das Äußerste übergangen, und primitiverweise glaubt der Mensch heutzutage, dass Wettbewerb, Gier und Korruption feste Bestandteile des menschlichen Verhaltens sind. Im Gegenzug benötigen wir Gefängnisse und eine Polizei, daraus wiederum folglich eine Hierarchie der differenzierten Kontrolle, um der Gesellschaft zu ermöglichen, dieses "Fehlverhalten" zu handhaben. Dies ist völlig unlogisch und einfach falsch!

Letzten Endes muss man die Wurzel der Ursache angehen, um die Dinge fundamental zum Besseren zu verändern. Unser momentanes Gesellschaftssystem der "Bestrafung" ist unmodern, unmenschlich und unproduktiv. Wenn ein Serienkiller gefasst wird, schreien die Menschen auf und verlangen nach der Todesstrafe. Es sollte umgekehrt sein. Eine wahrhaft, geistig gesunde Gesellschaft, welche versteht, was wir sind und wie unsere Werte erschaffen wurden, würde sich dieses Individuums annehmen und über dessen Beweggründe für sein gewalttätiges Verhalten nachdenken. Dieses Wissen würde dann an eine Forschungsabteilung weitergegeben werden, welche sich der Vermeidung solcher Zustände durch Bildung widmen würde.

Es ist an der Zeit das "Flickwerk" zu beenden. Es ist Zeit, mit einer neuen sozialen Herangehensweise zu beginnen, basierend auf unserem heutigen, ständig erweiterten Wissen. Traurigerweise basiert die heutige Gesellschaft überwiegend auf unmodernen, abergläubischen Verfügungen und Entschlossenheiten.

Auch ist es wichtig, klar zu machen, dass es sich nicht um eine Utopie oder die ultimative Lösung handelt. Alle Fakten deuten auf eine fortwährende Veränderung auf allen Ebenen hin. Andererseits sind es unsere persönlichen, täglichen Handlungen und Entscheidungen, welche die sozialen Systeme, die uns umgeben, formen und weiter fortführen. Trotzdem sind es paradoxerweise die Einflüsse unseres Umfeldes, welche unsere Perspektive und damit unsere Weltsicht prägen. Daher wird ein wirklicher Wechsel nicht nur durch eine Veränderung unseres persönlichen Verstehens und Entscheidens, sondern auch in gleichem Maße durch Veränderung der sozialen Strukturen, welche unser Verständnis und unsere Entscheidungen beeinflussen, möglich.

Die elitären Machtstrukturen werden langfristig durch traditionelle Proteste und politische Bewegungen nur geringfügig betroffen. Wir müssen diese Formen der "etablierten Rebellion" hinter uns lassen und uns eines viel mächtigeren Werkzeuges bedienen:

Wir werden aufhören, das System zu unterstützen, während wir zur selben Zeit konstant Wissen, Frieden, Einheit und Mitgefühl befürworten und verbreiten werden. Wir können nicht "gegen das System kämpfen". Hass, Wut und die "Kriegsmentalität" haben als Weg zur Veränderung versagt, da sie sich der selben Mittel der korrupten, etablierten Mächte bedienen, welche sie als Werkzeug zur Wahrung der Kontrolle einsetzen.